Wie teuer ist eine Glasversicherung?

Mietwohnung oder Haus: Die Frage, wie teuer ist eine Glasversicherung, beschäftigt Mieter und Eigentümer!

Die Frage „wie teuer ist eine Glasversicherung“ lässt sich, wie bei anderen Versicherungsarten auch, nicht absolut in einer Zahl mit Euro und Cent, sondern nur relativ beantworten.

Die Glas-, auch Glasbruchversicherung genannt, ist als eigenständige Sachversicherung ein inhaltlicher Bestandteil der ganz allgemeinen Hausratversicherung. Die kann wahlweise mit und ohne eine Glasversicherung abgeschlossen werden. Der Versicherungsnehmer fragt sich bei Versicherungsabschluss natürlich auch, wie teuer ist eine Glasversicherung, wenn ich sie separat oder ergänzend zur Hausratversicherung abschließe. Verschiedene Einflussfaktoren können sich auf den Preis einer Glasbruchversicherung auswirken.

Die Qualität der Police und eventuell vereinbarte Selbstbeteiligungen beeinflussen wie teuer eine Glasversicherung ist

Entscheidende Kriterien für die Höhe des Versicherungsbeitrages sind die Qualität der Glasversicherung sowie die Entscheidung, ob je Schadensfall einen Eigenanteil bezahlt wird oder nicht.

Die Glasversicherung gliedert sich in die beiden Bereiche Gebäude- sowie Mobiliarverglasung. Der originäre Baustein der Glasversicherung ist die Gebäudeversicherung mit Glasscheiben an Türen, Fenstern, Balkonen, Terrassen oder Wintergärten, praktisch an allen An-/Umbauten des Gebäudes. Als Mobiliarverglasung gelten Glasplatten auf Tischen und Arbeitsplatten, Kochplatten aus Glaskeramik und Ceran, Glasscheiben von Bildern, Schränken und Stand-/Hängespiegeln.

Die Versicherungsgesellschaften sind frei in ihrer Entscheidung, wie sie ihre Tarife für eine Glasversicherung ausgestalten. Auch deswegen ist ein genauer und ausführlicher Preis-Leistungs-Check notwendig um festzustellen, wie teuer ist eine Glasversicherung nun wirklich.

Es kommt nicht immer auf die Größe an…

Der Preis orientiert sich auch an den Bedürfnissen des einzelnen Versicherungsnehmers. Das Haus oder eine große Wohnung mit einer Quadratmeterwohnfläche im dreistelligen Bereich hat automatisch mehr Glasfronten an Fenstern und Türen als ein Apartment. Eine Kalkulationsgrundlage für die Versicherer ist auch die Wohnfläche in Quadratmetern, nach der die Hausratversicherung berechnet wird. In manchen Tarifen spielt jedoch die Größe keine Rolle, da der Preis pauschal berechnet wird. Die Versicherer unterscheiden dann lediglich zwischen Wohnung oder Haus?

Um festzustellen, wie teuer ist eine Glasversicherung im Einzelfall, muss auch das Leistungsspektrum der Tarife verglichen werden. Bei welchem Anbieter sind welche Risiken aus- oder eingeschlossen. Nicht versichert beziehungsweise von der Versicherungsleistung ausgeschlossen sind in den meisten Tarifen:

  • Hohlgläser (z.B. Vasen, Lampen), optische Gläser, Handspiegel
  • Module der Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäudedach
  • Bildschirme von TV-Geräten, von PCs sowie Bildschirme jeglicher Art
  • Schäden aufgrund von inneren Unruhen, von Kernenergie und von Krieg

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Glasversicherung sollte weniger anhand der Schadenshäufigkeit als vielmehr nach der Schadenshöhe beantwortet werden. Die versicherten Glasschäden sind relativ selten; aber wenn, dann ist der Glasschaden ausgesprochen teuer und kostspielig. Glas an Fenstern und Türen muss man sofort ersetzen, also austauschen. Hier kann nicht einen Tag gewartet werden. Bei Mobiliarschäden ist diese Dringlichkeit nicht in dem Maße gegeben, wobei der Schaden meistens sichtbar ist und in absehbarer Zeit behoben werden sollte.

Glasversicherung – Ja oder Nein?
Der individuelle Bedarf entscheidet!

Die Glasversicherung ist keineswegs ein Geschäft mit der Angst, wie es oftmals gesagt wird. Für einen jährlich sehr niedrigen dreistelligen Eurobetrag kann eine gute bis sehr gute kombinierte Gebäude-/Mobiliarglasversicherung abgeschlossen werden. Wer weniger ausgeben kann oder möchte, der sollte sich auf die Gebäudeglasversicherung beschränken. Sie erscheint auch deswegen geradezu unentbehrlich, weil der Bewohner auf Schadenseinwirkungen von außen nahezu keinen Einfluss hat.

Großflächige Fensterscheiben im Wohnzimmer sind naturgemäß am anfälligsten gegen Sturm, Sturmböen und starken Druck durch Wind. Wenn die Gebäudescheiben nicht durch Außenrollos bedarfsweise geschützt werden können, dann sind sie jahrzehntelang jeder Witterung ausgesetzt. Das kann lange gutgehen – oder auch einmal nicht. Mit einer Glasversicherung sind Eigentümer sowie Mieter als Bewohner von Haus und Wohnung auf der finanziell absolut sicheren Seite.

About The Author

Thomas Orthey

Thomas Orthey (50) - Autor, Berater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte tätig. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte mehr als 300 Fachartikel für 720.000 Leser in diversen Tages- und Wirtschaftszeitungen, sowie in namhaften Fachmagazinen. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)