Tierlebensversicherung

Tierlebensversicherung
ohne Höchstaufnahmealter

Eine Tierlebensversicherung schützt Kühe, Jungrinder, sowie erstmals gedeckte Rinder und nicht gedeckte Rinder. Bei uns im Westerwald findet man häufig die Situation vor, dass Kühe/Rinder auch auf Weiden außerhalb der Sichtweite des Eigentümers stehen. Die Weidetiere sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt, welche zum größten Teil im Rahmen einer Tierlebensversicherung abgedeckt werden können.

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Gegen welche Gefahren sind Weidetiere
über eine Tierlebensversicherung versicherbar?

Eine Tierlebensversicherung bietet Versicherungsschutz gegen die nachfolgend genannten Schäden und Gefahren wie zum Beispiel:

  • Tod durch Verenden oder Nottötung
  • Verlust aufgrund von Diebstahl und Raub
  • Untauglichkeit für Zucht
  • Verdacht auf Seuchen / Seuche
  • Totgeburt und Verenden bzw. Nottötung der Leibesfrucht
  • Verletzungen und Krankheiten am Euter

Der Umfang der Tierlebensversicherung kann individuell bestimmt werden, d.h. es können die vorgenannten Schäden und Gefahren einzeln versichert werden.

Umfang der Tierlebensversicherung
bei Tod des Tieres

Die Tierlebensversicherung leistet bei je nachdem was vereinbart wurde, bei Tod (Verenden, Nottötung)

  • durch eine Krankheit
  • durch einen Unfall
  • als Folge von Trächtigkeit / Geburt
  • als Folge einer Not-Operation (Schadenabwehr)
  • aufgrund einer Operation
  • nach einer Kastration;
  • anlässlich eines Transports, wenn der Transport den Tod verursacht
  • auf der Weide
  • während der Teilnahme an einer Ausstellung etc.

Was ist eine Nottötung
im Sinne der Tierlebensversicherung?

Eine Nottötung liegt vor, wenn die Tötung des Tieres erfolgt, weil sein Leidenszustand durch bewährte tierärztliche Behandlungsmethoden nicht behebbar und sein Tod als Folge des Leidenszustands mit Sicherheit zu erwarten ist. Der Versicherungsnehmer darf eine Nottötung nur mit Einwilligung des Versicherers vornehmen, es sei denn, dass die Erklärung des Versicherers nicht abgewartet werden kann.

Was leistet die Tierlebensversicherung
bei Diebstahl oder Raub?

Die Tierlebensversicherung bietet Versicherungsschutz für Schäden, welche durch Diebstahl oder Raub herbeigeführt werden. In diesem Zusammenhang ist auch das Abschlachten von Weidetieren in diebischer Absicht mitversichert.

Zuchtuntauglichkeit in der Tierlebensversicherung

Wenn gewünscht, leistet die Tierlebensversicherung auch für Schäden durch Zuchtuntauglichkeit als Folge von

  • Krankheit
  • Unfall
  • Trächtigkeit oder Geburt

Als Zuchtuntauglichkeit im Sinne der Tierlebensversicherung gilt in der Regel die Deck- oder Befruchtungsunfähigkeit bei männlichen Tieren beziehungsweise die Unfruchtbarkeit bei weiblichen Tieren. Zuchtuntauglichkeit aufgrund natürlicher-biologischer, anerzogenen Verhaltens, Alter oder Bösartigkeit des Tieres gilt nicht mitversichert.

Seuchen oder Seuchenverdacht
(Tierlebensversicherung)

Soweit nichts anderes vereinbart ist, umfasst die Versicherung das Verenden des Tieres als Folge einer Seuche oder die Schlachtung des Tieres bzw. andersartige Tötung wegen Erkrankung an einer Seuche oder wegen eines Seuchenverdachts. Es gelten die in der Police aufgelisteten Seuchen versichert.

Auf Wunsch, kann die Tierlebensversicherung auf bestimmte Tierseuchen eingeschränkt werden.
Versicherungsschutz bezieht sich auf Seuchen, welche nach den aktuell geltenden Bundes- oder Landesverordnungen amtlich festgestellt wurden oder wenn die Schlachtung/Tötung aufgrund einer Seuche/Seuchenverdacht von der Behörde angeordnet wurde.

Außerdem muss der Tierbestand des Versicherungsnehmers vor Beginn der Tierlebensversicherung seuchenfrei gewesen sein. Dies muss durch das Ergebnis der letzten behördlichen Untersuchung nachgewiesen werden.

Was gilt in der Tierlebensversicherung bei Totgeburt bzw.  Tod durch Verenden oder Nottötung der Leibesfrucht?

In der Tierlebensversicherung besteht je nach Vereinbarung Versicherungsschutz

a)  wenn die Leibesfrucht tot geboren wird – oder –
b)  das Jungtier im vereinbarten Zeitraum verendet/ oder notgetötet werden muss.

Als Leibesfrucht im Sinne der Bedingungen für die Tierlebensversicherung gilt der Fötus ab dem jeweils vereinbarten Trächtigkeitsmonat.

Erkrankungen und Verletzungen am Euter
(Tierlebensversicherung)

Versicherungsschutz für Erkrankungen und Verletzungen am Euter besteht nur, wenn das versicherte Tier nach der ersten Geburt bzw. während der Versicherungsdauer mindestens 1 Woche aus dem gesundem Euter gemolken worden ist. Als Versicherungsfall in Tierlebensversicherung gilt, wenn mindestens ein Viertel des Euters auf Dauer ausfällt.

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Versicherer-Code: RA

About The Author

Thomas Orthey

Thomas Orthey (50) - Autor, Berater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte tätig. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte mehr als 300 Fachartikel für 720.000 Leser in diversen Tages- und Wirtschaftszeitungen, sowie in namhaften Fachmagazinen. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)